Sein Sabbat, Mein(!) Sabbat, Dein(?) Sabbat

Impuls des Monats

Quelle: eigenes Bild

In diesen Tagen um den 31.10. (Reformationstag) und 01.11. (Allerheiligen) kommt mir das Gebot „Gedenke des Sabbattages, um ihn zu heiligen.“ (2.Mose 20,8) häufiger mal in den Sinn. Was machst Du an christlichen Feier-/Ruhetagen? Gestaltet sich dein Tag dann anders als im sonstigen Alltag? Ich persönlich arbeite in einem Job im Schichtdienst und mit Dienstzeiten an Sonn- und Feiertagen. Ich muss zugeben, dass ich in den letzten Jahren viele christliche Feiertage (also auch Auszeiten), nicht mehr so richtig wahrgenommen habe und dass sich diese Tage durch den Job wie ganz normale Alltags-Arbeitstage angefühlt haben.


Wahrscheinlich hat Gott gewusst, wie sehr uns Menschen unsere Arbeit und Beschäftigungen in Beschlag nehmen können; so sehr, dass wir seinen Sabbat, also eine Pause für uns sowie zur Ehre Gottes, vergessen. Und dabei macht es uns Gott bereits in der Schöpfungsgeschichte vor. „Denn in sechs Tagen machte der Herr Himmel und Erde, aber am 7. Tage ruhte er und erquickte sich.“ (2.Mose 31,17) Er gönnte sich eine Auszeit. Ich bin überzeugt davon, dass das regelmäßige Pausieren von unserer Arbeit an Sonntagen, freien Tagen und im Urlaub wichtig ist, um körperlich & seelisch wieder aufzutanken, aber auch, um uns mit etwas Abstand Gedanken um unser Leben und unseren Glauben machen zu können und mal wieder etwas völlig anderes zu tun.


Ich hatte in den letzten Wochen das Privileg eine Sabbatzeit in meinem Job zu nehmen und somit 3 Monate nicht arbeiten zu müssen. Ich bin u.a. gereist; habe auf Oahu/Hawaii und in einigen Städten Kanadas Gottes Welt mal von der anderen Seite der Erde gesehen und der Abstand zur Alltagswelt tat so gut! Ich habe so viel gesehen und gehört und bin auch Wochen nach dieser Reise noch voll von Eindrücken und Emotionen und so begeistert von dieser Welt, in die Gott uns gestellt hat und von der wir doch eigentlich nur einen Bruchteil kennen. Ich hatte Abstand zu meinem stressigen Alltag, konnte mich selbst anders wahrnehmen, aber auch meinem Gott anders begegnen und hatte die Chance Dinge in meinem Leben und Glauben zu reflektieren und zu ändern. Und egal wie weit weg ich von Zuhause war - Gott war immer dabei!


Das Foto ist in der Kathedrale Notredame in Montréal entstanden, in welcher ich in einem französischsprachigen, katholischen Gottesdienst war. Der war so ganz anders, als in meiner Bremer Gemeinde - aber gerade das war gut!


Ich werde nun in wenigen Tagen wieder in meinen Arbeitsalltag einsteigen und hoffe, dass ich nicht vergesse, wie wichtig diese Sabbatzeiten im Alltag für mich und mit meinem Gott sind!


Wie lebst Du Deinen Sabbat?