Im Namen der Gerechtigkeit

Impuls des Monats

Quelle: Bild von Sang Hyun Cho auf Pixabay

Ich sitze an meinem Schreibtisch und denke. Ich denke darüber nach, was ich dir gerne weitergeben möchte für diesen Monat April. Und je länger meine Gedanken so vor sich hinwirbeln, bemerke ich, dass aktuell nur dieses eine Thema in meinem Kopf steckt: Gerechtigkeit!
Wer mich kennt weiß, dass ich ziemlich empfindlich bin, wenn ich irgendwo Ungerechtigkeit bemerke. „Wie kann ein Mensch nur einem anderen so was antun?“ oder „Warum musste das jetzt so passieren?“ Gerade in Zeiten von Corona könnten diese Gedanken so kommen. Aber auch abseits davon erlebe ich Dinge, die ich nicht verstehen kann und wo ich einfach nur vor Gott stehe und frage: „Warum, Gott?“ An vielen Punkten bin ich machtlos dagegen, weil es Faktoren gibt, die ich nicht beeinflussen kann. Manchmal werde ich nachts wach und grübel, warum Dinge passiert sind und wie ich wieder für Gerechtigkeit (zumindest in meinen Augen) sorgen kann. Das macht mich oft ziemlich fertig.
Vor kurzem bin ich mal wieder über einen Psalm gestolpert. Es ist nicht unbedingt der Psalm, den man auswendig kann, weil er an so manchen Stellen ziemlich krass ist und nicht nur das sagt, was man gerne vorliest. (Schau einfach mal rein)
In Psalm 7 macht David deutlich, dass er darauf vertraut, dass Gott gerecht ist, dass er das letzte Wort hat und seine Augen nicht verschließt.
Das macht Ungerechtigkeit nicht vergessen, dieser Zuspruch lässt meine Wunden nicht gleicht heilen und sorgt auch nicht dafür, dass ich auf einmal wieder total gut schlafen kann. Aber er schenkt mir Hoffnung! Nicht ICH muss mir meinen Kopf zermartern, sondern ich darf das abgeben und auf das schauen, was ich wirklich tun kann, damit diese Welt ein Stück gerechter wird. Denn es gibt Dinge in meinem und deinem Leben, die wir ändern können und anderen Gerechtigkeit widerfahren lassen können.