Gegen jeden Verstand

Impuls des Monats

Quelle: https://www.flickr.com/photos/dimsis/16069446277

Es ist Abend, ich steh am Meer und genieße Gottes Schöpfung. Ein warmer, fast schon zu heißer Sommertag geht vorbei und kühle Seeluft zieht, fast schon stürmisch, auf das Land zu. Eben noch ruhige Wellen schlagen schäumend gegen den Strand. Innerhalb von Minuten kippt das Wetter. So muss es bei den Jüngern gewesen sein. Bei solchem Wellengang traute sich Petrus aus dem Boot auf das Wasser. Er ignoriert jeglichen Verstand, er überhört den Lärm der Wellen und die Rufe seiner Freunde im Boot. Aber ich frag mich, warum? Ja klar, er schaut auf Jesus. Lange hat mich das nicht überzeugt. In all dem Lärm, gegen jeden Verstand bringt sich Petrus in Gefahr - weil er Jesus vor sich sieht, der es vorgemacht hat. Aber ist es wirklich Jesus? Seine Freunde sind sich da auch nicht so sicher. Und trotzdem wagt Petrus den Schritt und läuft tatsächlich Gefahr zu ertrinken.

Noch immer höre ich das Tosen der Wellen. Jetzt aus meinem Boot zu steigen, ein Wagnis einzugehen, und gegen jeden Verstand meine Sicherheiten verlassen. Was hindert mich? Angst - davor, was mir mein Verstand sagt. Angst davor, in der neuen Umgebung unterzugehen. Angst davor, dass es nicht Jesus ist, sondern ein Trugbild. Angst hindert mich, aber was bedeutet es auf Jesus zu schauen? Die Frage habe ich für mich noch nicht beantwortet - aber ich glaube es ist Hoffnung.

Die Wellen werden nicht leiser, die skeptischen Fragen in meinem Kopf werfen nur noch mehr Fragen auf und ich steh noch immer am Strand. Inzwischen ist die Sonne ein feuerroter Ball und Gottes Schöpfung schreit ihre Schönheit nur so heraus. Ein Gott der so viel Schönheit geschaffen hat, lässt mich nicht im Stich. Darüber vergesse ich meine Fragen und überhöre die Wellen. Ich staune und habe das Lied „Voice of Truth“ von Casting Crowns im Ohr. „Do not be afraid [...] This is for my glory [...] I will choose to listen and believe the voice of truth“