Breaking Point

Impuls des Monats

Quelle: https://www.pexels.com/de-de/foto/braune-backsteinmauer-1901028/

„Du machst alles neu“, darum ging es in dem letzten Impuls und ja: Ich habe so viel Hoffnung in das neue Jahr gesteckt, ich war so aufgeregt an Silvester! Aber hat sich bisher denn wirklich was verbessert? Was ist denn neu? Was hat sich verändert außer die Zahl des Jahres?


Vor kurzem habe ich mit einer Freundin telefoniert und sie meinte: „Ich warte auf den Breaking Point an dem sich das Blatt wendet und 2021 alles wieder gut macht was 2020 passiert ist.“ Sie hat sich richtig in Rage geredet: „Irgendwann kommt der Tag da treten wir diese unsichtbare Mauer einfach ein und alles wird gut!“.


Alles wird gut; wie leicht das zu sagen doch wie schwer es auch umzusetzen. „Kopf hoch!“ „Niemals die Hoffnung aufgeben!“ „Immer optimistisch bleiben!“


Aber irgendwann, ja irgendwann hat auch der optimistischste Mensch der Welt mal keine Kraft mehr, keine Lust mehr, bekommt Zweifel. Man hält sich an die Regeln, man bleibt zuhause, meidet volle Plätze, trifft sich nur noch online, trägt Masken, hat das Gefühl man dreht langsam durch im den eigenen vier Wänden. Ich starre auf die Wand und will sie eintreten und ausbrechen! Ich will die Mauer einreißen! Und dann kommt mir diese eine Liedzeile in den Kopf.


„Mauern stürzen ein, Mauern stürzen ein, Oh oh oh, oh oh oh“ (Mauern stürzen ein von Urban Life Worship)


Breaking Point


Der Text wird in meinem Kopf immer lauter und lauter, da wo ich gerade noch verzweifelt, sauer, traurig und überfordert saß, genau da sitze ich jetzt und murmle den Text vor mich hin, werde von innen immer stärker und fange an zu grinsen wie ein Honigkuchenpferd. Die Mauern stürzen ein, ja Gott reißt diese Mauern ein! Gott sorgt dafür, dass sich alles zum Guten wendet. Er sorgt dafür, dass all die Anspannung in mir und all der Frust einfach abfallen. Ja Gott hat mich nicht vergessen, er sieht mich hier, er sitzt mit mir hier!


Nach dieser Erkenntnis habe ich mir das Lied was mir durch den Kopf schwebte an gemacht, mich an den Tisch gesetzt und angefangen aufzuschreiben was mich gerade blockiert, was mich unglücklich macht, was mir meine Freude nimmt und all das habe ich vor Gott gebracht und mich wie man so schön sagt „mal richtig bei ihm ausgekotzt“ und siehe da, es ging mir viel besser! Natürlich bin ich immer noch in der Wohnung, im Lockdown, in der Verlängerung, in Quarantäne, eingesperrt. Aber mit dem Vertrauen das MEIN GOTT mich früher oder später hier raus holen wird, uns alle. Dieser Tag war mein Breaking Point, ich war wieder optimistisch, ich habe wieder die schönen Dinge in meinem Alltag wahrgenommen und neue Kraft getankt. Ich bin bereit für all das Gute das 2021 vor mir liegt.


Jetzt frage ich dich: Woraus bestehen deine Mauern? Was versperrt dir die Freude in der momentanen Situation? Wann hast du dich das letzte Mal bei Gott so richtig ausgekotzt? Denk mal drüber nach und vergiss nicht: „Die Mauern stürzen ein!“.