Alles hat seine Zeit

Impuls des Monats

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Derzeit sind so viele Dinge, die für uns bisher selbstverständlich waren, nicht möglich.
Dass es gute und schlechte Zeitpunkte gibt, etwas zu tun, wussten wir ja schon. Aber wer hätte erwartet, dass Abstand halten in diesem Ausmaß seine Zeit haben würde?

Der Prediger schreibt in Kapitel 3:

Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde.
[...] Er hat alles schön gemacht zu seiner Zeit, auch hat er die Ewigkeit in ihr Herz gelegt; nur dass der Mensch nicht ergründen kann das Werk, das Gott tut, weder Anfang noch Ende.
(Prediger 3, 1&11)

Zwischen diesen beiden Versen sind viele Dinge aufgelistet, wie diese (4+5):

Weinen hat seine Zeit, lachen hat seine Zeit; klagen hat seine Zeit, tanzen hat seine Zeit; Steine wegwerfen hat seine Zeit, Steine sammeln hat seine Zeit; herzen hat seine Zeit, aufhören zu herzen hat seine Zeit.

Zum Tanzen ist gerade einfach nicht die Zeit, jedenfalls nicht so wie es die meisten von uns kennen. Und auch zum Herzen, also Umarmen, ist gerade außerhalb der Familie einfach nicht die richtige Zeit.

In diesen Versen lese ich aber auch: Immer, wenn für eine Sache gerade keine Zeit ist, ist etwas anderes dran. Und obwohl in den Versen 2 bis 8 nicht nur positive Dinge stehen, haben alle ihren Teil in unserem Leben.
In diesem Jahr sind für uns viele Dinge dran, die wir nicht erwartet hätten, gegen die wir uns auch aus guten Gründen wehren, aber die auch ihren Platz in unserem Leben haben.
Im Blick auf diese Verse möchte ich versuchen, mir nicht nur zu wünschen dass alles wieder wie vor der Pandemie sein könnte. Ich möchte darauf achten, wofür jetzt die richtige Zeit ist, auch wenn das vielleicht nicht in meinen bisherigen Lebensplan passt.